Tag 6: Ruhetag Kaitaia

Tag 6

– Ruhetag Kaitaia –

Mein Zimmer im Hostel – 6 Betten nur für mich.

Die letzte Nacht habe ich ebenfalls sehr gut geschlafen. Ich bin im Backpacker wie schon die ersten Tage hier in einem Mehrbettzimmer (diesmal mit 6 Betten) untergebracht. Jedes Zimmer hat direkten Zugang zum Innenhof. Auch dieses Mal habe ich das Zimmer für mich alleine.

Zum Kauri-dieback eine kurze Beschreibung, denn die meisten Leute die meinem Blog folgen, werden nicht wissen, was ein Kauri ist und was dieback bedeutet. Der Kauri ist ein Baum, der nur in Neuseeland vorkommt. Er erreicht eine Höhe von ca. 30 bis 50 m und einen Stamm-Durchmesser von 1 m bis 4 m. Ab der Besiedlung durch die Europäer wurden die Kauri stark gerodet, das Holz unter anderem zum Schiffsbau verwendet und das sog. Kauri-Harz gewonnen. Der größte noch existierende Kauri steht im Waipoua Forest an der Westküste im Norden der Nordinsel. Er wird Tāne Mahuta genannt – Lord of the Forest.

Die Krankheit mit dem Namen Kauri-dieback zerstört nun eben diese einzigartige Baumart. So wie ich es verstehe, handelt es sich um eine Art Pilz, der die Wurzel verrotten lässt, sowie es schaut im unteren Bereich so ähnlich aus, als ob der Stamm verbluten würde, das Harz verlieren würde. Und das schlimmste daran ist, dass dies unumkehrbar ist, also ein Baum der befallen ist, wird zwangsläufig sterben. Und auch dafür ist der Mensch mit verantwortlich. Durch unser Auftreten in den Wäldern sind wir zum großen Teil verantwortlich für die Verbreitung der Krankheit. Deshalb sind die Verantwortlichen zu diesen drastischen Maßnahmen gezwungen. Was wir als Wanderer tun können, ist jetzt auf alle Fälle keine gesperrten Tracks zu gehen und auch bei den offenen Tracks die vorhandenen Stationen zur Reinigung des Schuhwerks nutzen. Hoffentlich kann dadurch das aussterben des Kauri verhindert werden.

Das Wetter ist heute etwas wechselhaft, leider wieder zu kalt und immer wieder Regen. Für heute Abend gönne ich mir nochmals ein Steak, Salat und eine Flasche Rotwein 🍷, bevor es morgen früh wieder auf den Trail geht. Meinen Bart werde ich ebenfalls noch stutzen, denn ich habe heute noch genügend Zeit und fühle mich unwohl mit den langen Haaren im Gesicht. Danach werde ich wahrscheinlich keine Dusche von innen sehen, bis ich in Kerikeri angekommen bin.

Eiweiß und Vitamine.

Und das dauert bestimmt mindestens 4 bis 5 Tage. Daher habe ich mein Abendessen heute wieder sehr genossen. Leckeres Steak mit Salat. Die nächsten Tage werde ich bestimmt kein so leckeres Essen bekommen. Es gibt dann nur Nudeln oder Reis mit Gemüse. Oder wenn es ganz schnell gehen muss und gleichzeitig nahrhaft, dann gibt es eben fast food a lassen back country cousine. Mittlerweile regnet es sich wieder ein und hoffentlich hat’s dann morgen besseres Wetter.

Ohne Worte.

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