Tag 24: Mangawhai Village nach Pakiri

Tag 24

– Mangawhai Village nach Pakiri – 22,7 km –

A short walk along the Beach with some of the worst impressions

Ich wollte gestern noch schreiben, dass Al wie so viele andere Neuseeländer ein Lebenskünstler ist, die halbe Welt bereist hat, sein Geld als Musiklehrer verdient und nebenbei noch Englisch unterrichtet. Heute bin ich spät aufgestanden, hatte bis ungefähr 10 Uhr Zeit bis zum Abmarsch, da Al gemeint hatte, dass ich die Low Tide ausnutzen sollte, um keine nassen Füße zu bekommen.

Eine Katze von Al.
Das muss ich noch lesen, hat der Initiator des Te Araroa Trail geschrieben.

Der Tag hat eigentlich ganz toll angefangen, Sonnenstrahlen am Morgen, guter Kaffee (handmade from Al) und eine leckere Grapefruit. Die kann man ganz und gar nicht mit dem Zeug aus dem Supermarkt vergleichen. War total saftig und überhaupt nicht bitter. Kurz nach 10 habe ich mich dann von Al verabschiedet und mich auf den Weg gemacht.

Al mit der anderen Katze.

 

Sitting in the morning sun.

Eine kurze Strecke entlang der Hauptstraße, aber schon bald nach der Brücke über den Fluss, durfte ich die Straße verlassen. Anfangs noch auf der geteerter Straße, aber schon bald eine Schotterpiste. Da es in den letzten Tagen nicht geregnet hatte, war dies eine sehr staubige Angelegenheit. Erster Minuspunkt heute, denn viele Autofahrer nehmen einfach keine Rücksicht auf Fußgänger.

Der zweite Minuspunkt folgte sofort, ein überfahrener Pukeko. Ich weiß zwar nicht, ob die auch vom aussterben bedroht sind, aber dies ist eben ein sinnloser toter Vogel mehr.

Überfahrenes Pukeko, weil auch auf diesen Straßen gerast werden muss, welches ich am eigenen Leib erfahren musste, und wenn’s nur Staub schlucken war.

Das allerschlimmste folgte als nächstes. Am Strand waren riesige Bauarbeiten in Gang. Al hatte mich allerdings vorgewarnt. Vor ein paar Jahren hatten Maori das Land von der Regierung zurück bekommen. Leider ist ihnen nichts anderes eingefallen, das Land an einen amerikanischen Milliardär zu verkaufen, der zufällig auch noch mit dem „cleversten Präsidenten aller Zeiten“ befreundet sein soll. So nach dem Motto, was der nicht schafft kaputt zu machen, darum kümmern sich dann seine Freunde. Hier soll demnächst ein Golfplatz entstehen für die Super-Reichen der Erde. Ich verstehe nur die Maori nicht. Aber für Geld ist jeder empfänglich.

Großbaustelle.

 

Auch Trump’s Freunde scheren sich nicht um sehr seltene Vogelarten und deren Nistplätze.

Aber leider war das nicht der Schlusspunkt für heute. Als ich den Preis für meine Tentsite hörte, hätte ich fast einen Herzinfarkt bekommen. Die wollten doch tatsächlich 30$!! Ich kann es noch immer nicht glauben. Gestern bin ich privat untergekommen und habe die Hälfte bezahlt. Dazu noch einen netten Gesprächspartner, ein paar Früchte, Tee und Kaffee.

Lunchbreak mit Cracker, scharfer Salami und Käse.

 

Der Weg ist das Ziel – meine Laune wurde immer besser.

Aber trotzdem lass ich mich dadurch nicht unterkriegen, das liegt wahrscheinlich jetzt auch an der Nähe zu Auckland. In 3 Tagen werde ich schon die ersten Vororte erreichen.

Ansonsten war der Tag ereignislos, der Weg am Strand war ganz gemütlich, die 3 Flüsse/Bäche waren einfach zu durchwaten. Nur am letzten habe ich die Schuhe ausgezogen, damit ich morgen nicht mit nassen Schuhen loslaufen muss. Zwischendurch habe ich gemeint, dass ein anderer Wanderer hinter mir ist, aber da habe ich mich getäuscht. Die meisten Hosts sagen mir, dass die ersten Wanderer in diesem Jahr sehr früh unterwegs sind. Vielleicht wollen immer mehr Leute dem Trubel, der mittlerweile auf dem Trail herrschen soll, aus dem Weg gehen.


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