Tag 39: Stony Bay – Waikawau Bay

Tag 39

– Stony Bay nach Waikawau Bay – 23,7 km –

Nach zwei Tracks jetzt leider wieder Road-Walking.

Das Laufen auf der Straße ist hier nicht so schlimm. Aus einer Sackgasse kommen nicht zu viele Autos. Es ist sozusagen sehr wenig Verkehr. Außerdem sind alle relativ langsam unterwegs, da dies eine Schotterstraße ist. Vorgestern hatte ich Probleme mit meiner linken Ferse. War gestern schon wieder viel besser. Hoffentlich ist das nur ein vorübergehendes Problem, vielleicht ist es vom Laufen auf der geteerten Straße gekommen. Auf alle Fälle habe ich mich entschlossen, geteerte Straßen zu meiden oder die per Anhalter zu meistern.

Zum Pukeko wollte ich schon länger noch was schreiben, habe ich aber leider immer wieder vergessen. Ich hatte in einem Blog einige Tage zuvor einen toten Vogel veröffentlicht und dazu geschrieben, dass dieser hoffentlich nicht vom aussterben bedroht ist. Dies kann ich mittlerweile verneinen. Kurz vor Auckland im Long Bay Regional Park habe ich gefühlt tausende von den Hühnern gesehen und das auf einer kurzen Wegstrecke. Und meine damalige Begleitung Teddy habe ich dazu auch befragt und zur Antwort bekommen, dass die Vögel nicht vom aussterben bedroht seien.

Heute Früh hat es mich wieder an den Füßen gefroren. Kein Wunder, der Zeltplatz liegt sehr lange im Schatten wegen der Hügel ringsum. Ich wollte mich daher nicht aufraffen. Aber da heute wieder ein kurzer Tag ist, bin ich die Sache locker angegangen. Kurz vor 8 bin ich losgelaufen. Die Straße nach Port Charles war ein einziges auf und ab. Aber nach knapp zwei Stunden war ich dann schon angekommen. Der Ort hat nur ungefähr 75 Einwohner, allerdings gefühlt doppelt so viele Häuser. Die meisten davon sind Ferienhäuser, sogenannte Baches in Neuseeland. Die gibt es auf beiden Inseln zu Tausenden. Dementsprechend leer war der Ort. In der ersten Bucht von der Stony Bay kommend war glaube ich nur ein einziges Haus derzeit bewohnt!

Es war kalt am Morgen.

 

Das fast ausgestorbene Port Charles.

 

Schöne und einfache Baches (Ferienhäuser).

 

Hier wird etwas für den Naturschutz getan.

 

Port Charles – mehr Ferienhäuser als Einwohner.

Als ich dann schon auf dem Weg Richtung Tagesziel war, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Der Ort war schon hinter mir, da sah ich doch tatsächlich ein Schild mit Aufschrift Cafe. Also nichts wie hin, war fast kein Umweg. Hier habe ich mein zweites Frühstück oder besser gesagt den vorgezogenen Lunch zu mir genommen. Und da hier das Bier selbst gebraut wird, habe ich zu der frühen Stunde (kurz vor 11) schon ein Bier aus der hauseigenen Brauerei gekostet. Es blieb nur bei einem, denn sonst hätte ich die restlichen km zum Zeltplatz nicht mehr bewältigt.

Eine nicht erwartete Gaststätte.

 

Mein verfrühter Lunch, aber hier nutze ich die Möglichkeit sofort, wenn sich diese bietet.

 

Ein dunkles Bier aus der eigenen Craft-Bier Brauerei.

Danach führte die Straße einige Höhenmeter bergauf, vorbei an einem Lookout mit Infotafel, auf der die freiwillige Arbeit der Bürger zum Schutz der Natur beschrieben wird. Kurz danach geht’s wieder bergab, bis zur Kreuzung der Straßen die entweder nach Coromandel oder Coromandel führen. Je nachdem welcher Küste man folgen will. Ich folge der Abzweigung nach links und folge der Ostküste. Nach ein paar staubigen km habe ich den riesigen DOC Campground erreicht, der außerhalb der Saison gespenstisch leer ist.

Mit meinem alternativen Track haben mir die beiden Damen leider auch nicht helfen können, aber sie wussten, dass die Tracks einmal im Jahr für eine Laufveranstaltung offen sind. Ich wusste aber nicht, an wen ich mich wenden kann, daher ist das für mich morgen leider ein NO GO. Denn ohne Genehmigung der Eigentümer betritt man fremde Grundstücke nicht.

Da ich heute wieder sehr früh am Campground war, konnte ich noch das Meer und den Strand genießen. Das Spiel mit den Wellen macht aber leider alleine nicht so viel Spaß. Daher bin ich schon bald zurück zum Zelt. So kann ich die Zeit nutzen, um den Bericht für heute zu erstellen und mein Buch (immer noch Herr der Ringe – die Gefährten) zu lesen. Leider gibt es hier keine Internetverbindung, so kann ich die Berichte und die Bilder nicht zu meiner Tochter schicken.

Menschenleerer Strand an der Waikawau Bay.

 

Heute war das Wasser schon wärmer.

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