Tag 44: Pinnacles Hut -Pinnacles – Pinnacles Hut

Tag 44

– Pinnacles Hut zu den Pinnacles und zurück – only 2,3 km –

On the highest peak (759m) for now in unexpected fine weather.

Gestern Abend war leider für manche Gäste sehr spät Hüttenruhe. Das fand ich nicht sonderlich toll, da ich es gewohnt bin, mit den Hennen abends schlafen zu gehen und am nächsten Morgen dann wieder sehr früh aufstehen. Ganz nach Sonnenauf- bzw Untergang ausgerichtet.

Ich wollte mich daher heute Früh bei diesen netten Damen revanchieren, aber das haben die Asiaten dann schon übernommen. Die haben sich anscheinend mehr gestört gefühlt wie ich. Daher bevorzuge ich die Backcountry Huts, dort ist es wesentlich ruhiger, die Hütte viel kleiner, da wäre ich diese Nacht wahrscheinlich der einzige Gast gewesen. Den Weg wären die anderen nicht gelaufen denn dies wäre ein Backcountry Track gewesen.

Ich habe hauptsächlich wegen des Wetters eine zweite Nacht gebucht, aber in diesem Fall lagen beide Wettervorhersagen so ziemlich daneben. Es war zwar nicht sonderlich warm, es sah nach Regen aus, aber außer etwas Nieselregen kam nicht viel runter. Zwischenzeitlich war ich dann alleine auf der Hütte, war für eine kurze Zeit der Hutwarden in Vertretung. Ich habe auch eine kurze Einweisung bekommen. Heute ist Schichtwechsel. Ein Warden bleibt immer von Montag bis Montag hier, 8 Tage arbeiten und dann 6 Tage frei. So einen Job muss man aber mögen. Für mich wäre so etwas schon was für eine gewisse Zeitspanne.

Aufenthalt mit Barbecue.

Als ich dann alleine war, bin ich wieder in den Schlafsack gekrochen, mir war nämlich saukalt. Ich hatte eiskalte Füße und ich habe die einfach nicht warm bekommen. Eine Wärmflasche wäre das richtige für mich gewesen. Ich bin dann wieder raus, habe Tee gekocht, habe den Hutwarden für die nächsten Tage begrüßt und bin zu den Pinnacles aufgebrochen.

Der Aufstieg ist mit sage und schreibe 50 Minuten angegeben. Ich war in einer halben Stunde oben. Passend zum Aufstieg hat es zu Regnen begonnen, aber kaum hatte ich meine Regenjacke angezogen, da hat es schon wieder aufgehört und die Sonne hat sich von ihrer besten Seite gezeigt. Der Weg war wirklich total easy, aber man sollte sich da nicht unbedingt auf meine Meinung verlassen, da ich andere Tracks hier kenne. Aber alle sogenannten Frontcountry Tracks sind bei normalen Wetterbedingungen relativ einfach und gut zu laufen.

A real frontcountry track.

 

Am Gipfel.

 

Der Gipfel ohne mich.

 

Heißt nicht umsonst Pinnacles.

 

 

Eine kleine Aufstiegshilfe.

Während des Abstiegs habe ich noch vier Leute getroffen. Eine Frau kam passend zum Track mit Sandalen, hatte aber die Bergschuhe umhängen!? Ich bin zurück zur Hütte und habe mich dort näher umgesehen. An der Hütte gibt es noch einen Campingplatz, zu dem bin ich runter gelaufen und daneben gibt es noch einen Damm, an dem früher, als es hier noch viele Kauri gab, das Wasser gestaut wurde und mit den gefällten Stämmen dann Richtung Thames geschickt wurden. Jetzt dauert es dann ein paar hundert Jahre, bis wieder Kauri in entsprechender Größe nachgewachsen ist.

Pinnacles Hut.

 

Kauri Dam unterhalb der Hütte.

Nachmittags war das Wetter so richtig wechselhaft, da hatte der Wetterbericht wieder recht, sonnige Abschnitte mit Schauer im Wechsel. Und außerdem ist es jetzt richtig kalt geworden. In der Zwischenzeit habe ich mit dem Warden Rob sehr gut unterhalten. Er hat mir ein paar Tipps für morgen auf den Weg gegeben, mir das Buch „Wildboy“ wärmstens empfohlen und auch sonst einige Anekdoten aus seinem Leben als Warden auf der Pinnacles Hut zu seinem besten gegeben. Das Buch hat mir Fiona schon empfohlen, leider konnte ich es nirgends bestellen. Aber dazu habe ich auch von Rob den Tipp bekommen, wo man jedes Buch bekommen kann, und das ist eben nicht Amazon.

In dem Buch erzählt ein junger Mann aus Neuseeland seine Geschichte, wie er für sich den Sinn fürs Leben findet. Auf dem Weg auf die krumme Bahn hat er die Kurve gerade noch geschafft, indem er sich zum Ziel gesetzt hat, sein Heimatland immer entlang der Küste zu umrunden. Seine Familie und Freunde haben gedacht, er gibt bald auf, aber er hat die Sache komplett durchgezogen. Alle Achtung, bin schon gespannt auf das Buch. Das kann ich mir demnächst kaufen.


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