Tag 65: Central Whirinaki Hut – Upper Matakuhia Hut

Tag 65

– Central Whirinaki Hut zur Upper Matakuhia Hut – 24 km –

Ein überraschend guter Track von der Forststraße zur Hütte.

Diese Nacht hat es geregnet. Ich wollte schon fast noch einen Tag hier bleiben. Aber in der Früh hat es nicht mehr geregnet und die Bewölkung lockerte sogar etwas auf, auch den blauen Himmel konnte ich zeitweise sehen. Eigentlich bin ich sehr schlecht aus dem Schlafsack gekommen, aber schlafen konnte ich auch nicht mehr.

Wie immer, das ist jetzt so richtig in mir drin, bin ich gegen 7 Uhr aufgebrochen, am ersten Abzweig dachte ich, dass ich gleich an die Höhle komme. Da habe ich mich aber sehr getäuscht, die Höhle kam erst nach dem zweiten Abzweig. Ich dachte schon, dass ich wieder Mal nicht genau geschaut habe und vorbei gelaufen bin. Das Ende des Tracks hatte ich sehr schnell erreicht und als ich an der Plateau Rd ankam, kam ich mir vor wie auf einem anderen Planeten. Da kommt man aus dem Native Forest raus und betritt eine Art Wüste. Hier wurde erst vor kurzem der kommerziell genutzte Wald komplett abgeholzt.

Es wird auch ein bisschen anspruchsvoller.

 

Am Eingang der Höhle.

 

Am Ende des Whirinaki Track.

 

In einer anderen Welt.

Ich musste dann der Forststraße mehrere km folgen, das Navi war da sehr hilfreich, da mehrere Wege abzweigten und ich den Start des Matakuhia Tracks finden musste. Das war aber bei weitem nicht so schwierig, wie ich mir das vorgestellt hatte. Den Anfang des Tracks hatte ich nach knapp 1 1/4 Stunden Road-Walking erreicht. Allerdings fand ich nirgendwo ein Hinweisschild. Ich wollte hier zwar eine kurze Rast einlegen und mein Lunch einnehmen, aber ein Regenschauer hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur schnell ein Müsli und ein paar Cracker und schon ging es wieder weiter.

Den Anfang des nächsten Tracks habe ich gefunden.

Der Track war zu meiner Überraschung recht gut gepflegt, denn ich hatte vermutet, dass dies erstens ein Backcountry Track ist und zweitens haben mir viele Leute erzählt, dass durch Windbruch und hoher Schneelast etliche Bäume umgefallen sind. Aber der Weg war größtenteils frei, nur das Gras und die Sträucher waren teilweise sehr hoch, so dass ich innerhalb kürzester Zeit doch klatschnass war. Aber mein Dank gilt dem DOC und den Helfern, die diesen doch sehr unbekannten Track auf Vordermann halten. Hoffentlich ist der Track zum Highway raus auch so gut, denn der soll im letzten Jahr auch sehr viel Windbruch abbekommen haben.

Matakuhia Track.

Wieder einmal bin ich sehr früh an der Hütte. Heute habe ich zur Abwechslung den Ofen angeheizt, es ist doch wesentlich frischer als die letzten Tage. Oder liegt es an der Nässe? Jedenfalls herrscht derzeit so richtiges Aprilwetter. Mal regnet es und kurz darauf scheint wieder die Sonne.

Matakuhia Hut.

 

Ein beruhigender Anblick.

Meine Bergschuhe gehen jetzt leider gewaltig aus dem Leim. Mein linker Schuh hat von außen ein Loch. Ich weiß zwar nicht, wie das reingekommen ist, es ist auf alle Fälle da. Ich hoffe, dass ich in Taupo einen Schuhmacher finde, der sowas reparieren kann, damit die noch bis Wellington halten, ansonsten muss ich in den sauren Apfel beißen und mir neue kaufen. Bin allerdings schon von meinen Meindl Schuhen enttäuscht, denn ich habe erwartet, dass die Schuhe dies wenigstens bis Wellington aushalten werden.

Das ominöse Loch im Schuh.

Diesen Abend habe ich wieder sehr reichlich gegessen, waren bestimmt wieder um die 300 gr. Nudeln mit Tomatensoße. Bin so richtig satt. Leider hält das nicht zu lange an. Morgen früh allerspätestens könnte ich fast die gleiche Menge nochmals essen. Und trotzdem habe ich bestimmt ein paar Kilogramm an Gewicht verloren.

Die Hütte ist so richtig interessant. Es gibt da jemanden, der kümmert sich ganz intensiv um die Hütte und die Tracks hier, sogar zum Fallen stellen, besteht noch Zeit. Und ich bedanke mich beim DOC. Ohne die vielen freiwilligen Helfer wären viele unbekanntere Tracks wahrscheinlich schon total zugewuchert und nicht mehr begehbar. In der Hütte steht ein Gasherd, Gasflasche dazu, der Ofen wurde nachträglich eingebaut. Geschirr, Töpfe, Besteck und sogar Essen ist da. Als ob jemand hier wohnen würde. Nach dem Hüttenbuch zu urteilen, war allerdings schon seit zwei Wochen keiner da.

Morgen früh, wenn’s nicht gerade in Strömen schüttet, mache ich mich auf den Weg nach Taupo. Auf ein Bier habe ich irgendwie gar keinen so großen Bock, mir ist eher nach was zu Essen zu mute. Irgendwie komisch. Aber zu einem guten Essen gehört was anständiges zu trinken dazu.


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