Tag 93: Toko Corner Road – Makahika Camp

Tag 93

– Toko Corner Road zum Makahika Camp – 33,7 km –

The more and the deeper the mud is – the better. 

Heute hat sich bei mir wieder der Eindruck aufgedrängt, dass die Verantwortlichen für den Te Araroa Trail die einzelnen Tracks nach der Massgabe ausgesucht haben, dass sie auch bei gutem Wetter und Zustand immer schlammig, rutschig und feucht sein müssen. Dazu etliche Fluss- oder Bachquerungen, damit auch die Schuhe und die Füße immer schön nass sind. Aber Spaß beiseite, genau diese Tracks machen so richtig Spaß. Oder sollen die Walker alle ganz artig dem Highway entlang laufen? Von mir aus könnten alle Tracks so sein, vorausgesetzt ich muss keinen einzigen km auf einer Straße laufen.

Ich bin heute als erster aufgestanden und auch als erster vom Camp aufgebrochen. Allerdings wurde ich bereits nach kurzer Zeit von dem jungen Engländer überholt. Die ersten km führten noch auf der Forststraße zum Anfang des Burtton Track. Ab hier wurde es etwas „muddy“. Auf dem Weg runter zum Fluss wurde ich dann noch von dem jungen Amerikaner überholt, den ich jedoch unten am Fluss wieder überholte. Dieser Track war nur anfangs etwas schlammig, als der Track dann größtenteils entlang des Flusses führte, war er sehr gut und fast immer trocken. Den jungen Engländer habe ich dann eingeholt und wir sind bis zum Ende dieses Tracks zusammen gelaufen. Am Parkplatz habe ich dann eine Rast einlegen müssen, mein Körper hat nach Nahrung verlangt.

Erst noch weiter auf einer forestry road.

 

Aber schon bald darauf ab in den Bush.

 

Wieder Mal durch einen Fluss.

 

Die letzten Tage …

Ab hier ging’s eine Weile auf einer Schotterstraße entlang, an einem Stausee (hier hat der Engländer seine Pause gemacht und ich war wieder vorne) vorbei, zum Mangahao-Makahika Track. Hu, der hat es ganz schön in sich gehabt und hat mir so ziemlich alles abverlangt an Kondition und Trittsicherheit. Dazu war es noch sonnig und relativ warm. Keine Brise im Busch. Die Wanderzeiten waren auch wieder für das frontcountry angegeben. Jedoch war dies ein richtiger backcountry track.  Wäre ich heute so langsam gewesen, wie die Zeiten angegeben waren, wäre ich noch immer unterwegs.

Der Track hatte es in sich.

Am Anfang führte der Weg ständig leicht bergauf. Das konnte man einen sanften Aufstieg nennen. Mit der Zeit wurden aber die schlammigen Abschnitte immer mehr und ich war froh, meine Gamaschen wieder angelegt zu haben. So habe ich nicht mehr sonderlich aufgepasst, ob das mudhole jetzt besonders feucht und tief ist oder nicht. Ich war dadurch recht flott unterwegs. Den höchsten Punkt mit leider nicht sehr großartiger Aussicht hatte ich bald erreicht und habe dort oben noch eine kurze Rast eingelegt. Ich habe mich den ganzen Aufstieg gewundert, dass mich keiner von den jüngeren eingeholt bzw überholt hat.

Mud …

 

More mud …

 

So richtig dreckige Schuhe.

Der Abstieg ging ebenfalls sehr schnell, der Weg war einfach toll, nicht zu steil und kaum mudholes. Dafür ging es dann unten im Tal entlang eines Baches, und den was sonst – etliche Male durchwatet. War ganz nützlich, so ging der Schlamm mit der Zeit von den Schuhen. Der Rest des Weges führte dann noch über Farmland bis dann die Straße erreicht war. Dieser musste ich dann nur noch zum Camp folgen.

Endlich ein Ausblick.

 

Endlich eine Rast.

 

Den Rest des Weges am und im Bach.

 

Tagesziel fast erreicht.

Dieser Platz hier ist kein offizieller Campingplatz. Das Ehepaar kümmert sich aber um die Walker, ja richtig sie kümmern sich drum. Ich bin als erstes von den 10, die heute morgen das Camp an der Toko Corner Road verlassen haben und ich war mir von vornherein sicher, dass diese Strecke nicht alle schaffen werden. Und ich hatte Recht, nur noch 5 weitere Walker haben es bis hierher geschafft. Wir wurden jedenfalls super verköstigt. Jeder bekam erstmal ein Bier. Danach wurden wir noch mit Fleisch, Salat und Brot verköstigt. Da spielte es überhaupt keine Rolle, dass diese Lebensmittel „leftover“ waren. Geschmeckt hat es allemal. Aber nach diesem anstrengenden Tag (ich wollte es gar nicht anders) bin ich ganz schön schlapp, aber es hat mich doch mit Stolz erfüllt, dass ich nicht langsamer als die jungen Leute bin.


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