Tag 51: Waitawheta Hut – Te Rereatukahia Hut

Tag 51

– Waitawheta Hut zur Te Rereatukahia Hut – 13,5 km –

An einem wieder einmal sehr windigen Tag auf wider Erwarten sehr gut ausgebauten Tracks trotzdem einen Bergstock abgebrochen.

Langsam geht mir der Wind hier ganz schön auf die Nerven. Ist schon fast ein Sturm. Jedenfalls manche Böen haben bestimmt Sturmstärke. Die Nacht habe ich fast gedacht, dass die Hütte in alle Einzelteile zerlegt wird. Ich als Landratte bin natürlich so einen Wind ganz und gar nicht gewöhnt.

Ansonsten habe ich die Nacht sehr gut geschlafen, hatte auch die Riesenhütte für mich alleine. Die nächsten Hütten sind alle wesentlich kleiner. Heute Morgen hat der Wind etwas nachgelassen, hoffentlich ist endlich mal für eine Zeit ganz Ruhe.

Es ist, obwohl es trocken ist, sehr angenehm die Nacht in der Hütte verbringen zu können. Mein Zelt hätte es bei den Böen bestimmt weggeweht. Sehr ausgeruht bin ich an diesem Morgen zu meinem nächsten Tagesziel aufgebrochen. Der Track führte noch eine Weile auf der ehemaligen Tramway entlang. Es ist schon erstaunlich, was die Menschen vor gut 100 Jahren leisten mussten.

Sehr geräumige Hütte.

 

Hier stand vor ungefähr 100 Jahren ein Sägewerk.

Nach einem kurzen Anstieg kam ich dann zur Abzweigung, an der ich meine endgültige Entscheidung zur Wegführung treffen musste. Ursprünglich habe ich geplant, dem Cashmore Clearing Track zu folgen. Aber am Abzweig stand der Hinweis, dass man diesen Weg wegen des schützenswerten Terrains nicht gehen sollte. Da steckt bestimmt auch etwas vom Kauri-Dieback dahinter. Jedenfalls habe ich mich für den „einfacheren“ Track entschieden, dem Wharawhara Tramway Track.

Wasserfall ohne Namen.

 

Da bleibt nichts anderes übrig als durchzugehen.

Hier bin ich auch drauf gekommen, warum es zwei North-South-Tracks gibt. Nämlich den alten und den neuen. Warum aber auf meiner nagelneuen online Karte nur der alte angegeben ist, war mir nicht klar. Beim Abstieg auf dem Wharawhara Tramway Track habe ich es dann geschafft, meinen guten Bergstock abzubrechen. Ich nehme die Dinger natürlich gewaltig her, aber das sollte bei meinem Gewicht nicht passieren. Irgendwie muss der schon eine Macke gehabt haben. Ich bin jedenfalls abgestiegen, Stöcke wie sonst immer vor mir eingesetzt, auf einmal macht’s einen Knacks, als ob Holz bricht, und der rechte Stock war ab. Erst dachte ich, es wäre was an meiner Hand. Zum Glück nur der Stock. Jetzt muss ich schauen, ob ich in Tauranga neue bekomme.

Abgebrochener Bergstock.

Auf alle Fälle kaufe ich mir keine mehr aus Carbon. Mit denen habe ich kein Glück. Im Normalfall sollten die Stöcke eine Ewigkeit halten. Ich habe, glaube ich mittlerweile den 5. Satz. Die letzten waren alle  aus Carbon (von Leki – normal sehr gute Marke), einen habe ich schon mal in Neuseeland bei einer harten Tour an der Westküste der Südinsel abgebrochen. Da bin ich allerdings draufgefallen. Da wurde nur das gebrochene Segment getauscht. Diese Stöcke habe ich dann immer benutzt, bis in diesem Jahr ein Stock immer sich immer von selbst einklappte. Dies wurde allerdings von Leki kostenlos ausgetauscht und ich habe neue Stöcke bekommen. Und jetzt schon wieder. Ich bin mir zwar bewusst, dass Carbon empfindlich ist, aber dass die so einfach brechen können wie dieses Mal ist mir unerklärlich. Ich werde auf alle Fälle zukünftig keine Carbon Stöcke kaufen.

Der Track ist gut in Schuss.

 

Auch hier.

Ich bin eben dann mit dem einen verbleibenden Stock weiter gelaufen, bin dann auch schon bald zur nächsten Abzweigung zum  Wharawhara Link Track gekommen, habe eine kurze Rast eingelegt und habe mich auf den Anstieg Richtung Hütte begeben. Nach einer knappen Stunde habe ich den Te Rereatukahia Track erreicht. Von hier war es nochmals eine knappe Stunde bis zur Hütte Zu meiner Überraschung waren doch tatsächlich bereits ein paar Leute da.

Kurz vor der Hütte.

 

Te Rereatukahia Hut.

Der Wind weht leider weiterhin in unterschiedlicher Stärke. Hoffentlich wird’s dann irgendwann mal besser, denn spätestens übermorgen darf ich wieder campen, noch dazu auf dem Berg, kann ganz schön lustig werden.


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