Tag 52: Te Rereatukahia Hut – Motutapere Hut – Kauritatahi Hut

Tag 52

– Te Rereatukahia Hut über Motutapere Hut zur Kauritatahi Hut – 13,1 km –

Auf dem alten und neuen North-South-Track besserem Wetter entgegen.

Die drei anderen Wanderer waren gestern noch auf dem Cashmore Clearing Track unterwegs. Sind im Endeffekt alle aus der Region und kennen sich hier super aus. Gestern Abend haben wir nach dem Abendessen noch etwas miteinander gesprochen. Bei Heidi (Eltern stammen aus Dänemark) geht der Ehemann auch nicht auf Wanderungen mit, ist nichts für ihn. Ihr geht es wie mir, meine Frau geht auch nicht mit. Die beiden anderen leben derzeit in Melbourne, kommen aber vorraussichtlich bald wieder zurück nach Neuseeland. Dieses Weihnachten haben sie einen Familienausflug zum Wandern auf dem Milford und Routeburn Track geplant. Wird bestimmt toll.

Diese Hütte ist schon wesentlich kleiner als die letzte.

Heute Morgen bin ich natürlich wieder als erstes raus aus dem Schlafsack. Habe versucht, so leise wie möglich zu sein. Der Wind bläst weiterhin, aber nicht mehr ganz so stark. Gegen 7:30 Uhr habe ich mich von den dreien verabschiedet und mich auf den Weg gemacht. Der erste Abschnitt bis zur Kreuzung mit dem Tuahu Track war relativ eben und der Track unheimlich gut in Schuss. Das Laufen hat hier so richtig Spaß gemacht.

Mein Weg führt mich nach links.

 

Kurz nach der Hütte.

 

Wie ein Märchenwald.

 

Einfach traumhaft.

Der nächste Abschnitt zur Motutapere Hut war um einiges anstrengender. Die ganze Zeit ging es auf und ab. Teilweise sogar mit Steighilfe. Der Track war auch hier in ausgezeichnetem Zustand. Die freiwilligen Helfer geben hier eine top Leistung ab. Wenn das alles das DOC machen müsste, dann müsste der Etat gewaltig aufgestockt werden und zusätzlich Personal eingestellt werden. Dafür hat der neuseeländische Staat kein Geld. Die Leistung der Freiwilligen ist sehr hoch einzuschätzen.

Auf diesem Track sind vielfältige Hilfsmittel erforderlich.

Die Hütte habe ich recht früh erreicht, habe dort eine längere Pause mit zweitem Frühstück eingelegt und habe mich dann nach einer dreiviertel Stunde wieder auf den Weg gemacht. Den Abzweig zum Mt. Eliza Mine Track war auch bald erreicht, der Track war auch hier in sehr gutem Zustand. Bald darauf bin ich zur Kreuzung mit dem Thompson Track gekommen. Dies ist eine Straße für Allrad Autos und Geländemotorräder, so einfach nur zum Spaß. Aber heute war keiner unterwegs.

Lunchbreak an der Motutapere Hut.

In diesem Bereich war leider die Weg Markierung etwas spärlich, einmal bin ich sogar umgekehrt und habe geschaut, ob ich nicht doch einen Abzweig verpasst habe. War aber nicht so, ich befand mich weiterhin auf dem richtigen Weg, obwohl es nicht danach aussah. Ab hier war es nur ein kurzes Stück bis zum Abzweig zur Kauritatahi Hut. Der große Nachteil dieser Hütte ist, dass sie nicht direkt an einem Track liegt, sondern nur auf einem One Way Trail in eineinhalb Stunden erreichbar ist. Das hat allerdings auch zum Vorteil, dass ich die Hütte vielleicht für mich alleine habe.

Spielplatz für Männer.

Der Anstieg zur Hütte war auch nicht ganz ohne. Ich habe wirklich fast die eineinhalb Stunden benötigt. Der Track war hier wesentlich schlechter gepflegt, aber solche Tracks gehe ich immer wieder gerne. Anfangs ging es nur leicht bergauf, der Weg war auch noch sehr gut, aber nach einer Weile wurde es immer steiler und es gab immer wieder ausgesetzte Stellen. Einmal habe ich es sogar noch geschafft, mich zu verlaufen, aber den Track habe ich gleich wieder gefunden. Wie vermutet, war das letzte Stück zur Hütte eine feuchte Angelegenheit mit jeder Menge Mudholes. Es hat aber die letzten Tage nicht geregnet, deswegen bin ich dann auch trockenen Fußes an der Hütte angekommen. Bei Regen ist hier oben bestimmt Schluss mit lustig.

Sackgasse zur Hütte.

Die Hütte liegt total super toll und man hat einen herrlichen Blick Richtung Meer. Unterwegs hatte ich schon mehrere Ausblicke nach Tauranga und Mt. Maunganui. Erstmal habe ich die Hütte bezogen, es mir sozusagen gemütlich gemacht, Lunch gemacht, Kaffee getrunken und geschaut, was so alles auf unserem Planeten passiert. Ja, es gibt Internet hier! Aber nur mobiles. Da kann ich nachdem mein Smartphone geladen (umweltfreundlich mit Solarzelle) ist, meine Tagesberichte mit Fotos an meine Tochter schicken.

Kauritatahi Hut mit herrlichem Ausblick.

Hier kann ich dann auch gleich etwas zu einem Teil meiner Ausrüstung schreiben: ich habe mich für ein wasserdichtes und schlagfestes Smartphone entschieden dem Cat S60, mit diesem verfasse ich die Berichte und mache die Fotos. Dazu habe ich noch eine ebenfalls wasserdichte und schlagfeste Kamera der Marke Panasonic DMC-FT5. Die ist auch für Unterwasser-Aufnahmen geeignet. Da es hier auf bzw entlang der tracks kaum Lademöglichkeiten für Strom gibt, habe ich mir eine Solarzelle zugelegt. Die befestige ich tagsüber am Rucksack und schließe eine Powerbank an. Bis jetzt bin ich damit zurecht gekommen. Allerdings kommen die harten Strecken noch. Und mit der Solarzelle muss ich dann zusätzlich noch die Batterien für das GPS Gerät und der Kamera laden. Vorrang hat allerdings das Smartphone.


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