Tag 99: Parawai Lodge – Paekakariki

Tag 99

– Parawai Lodge nach Paekakariki – 48,6 km –

Two shocks in the morning – was too much for me.

Den ersten Schock habe ich ganz gut verkraftet, der zweite hat mich dann doch umgehauen. Beginnen wir also mit dem zweiten Schock: die Wegweiser mit den Zeitangaben finde ich nun langsam etwas pervers. Diese Zeitangabe muss wieder absolutestes frontcountry sein – Wanderzeit ca. 6-7 Stunden!!!! Da habe ich meine ganze Planungen für den heutigen Tag ändern müssen. Habe ich aber nicht, bin erstmal mit dem anderen TA-Walker losgelaufen. Und siehe da – totales frontcountry – ich war in etwas mehr als 4 Stunden am Ende des Tracks angelangt.

Nun zum Schock nr.1: der andere TA-Walker stammt aus den USA und er behauptet, dass er seit 10 Jahren retired ist, also sozusagen in Rente, ein Jahr jünger als ich, also 54 Jahre alt, und sozusagen nach dem Studium nur 20 Jahre gearbeitet hat. Er bekommt zwar kein Geld vom Staat, Rente gibt es auch in den Staaten erst ab ca. 63, aber das Geld welches er hat reicht zum Leben. Nur ein Kind, geschieden und das Haus verkauft. Da komme ich mir ganz schön blöd vor! Irgendwas mache ich wahrscheinlich falsch. Aber das wird hoffentlich ab sofort geändert. Das Leben ist viel zu wertvoll, um es mit teils sinnloser Arbeit zu verplembern!!!!! Und irgendwie habe ich doch schon damit angefangen, denn sonst hätte ich meine langen Reisen nach Aotearoa nicht unternommen.

Der Track war im großen und ganzen relativ leicht. Anstrengend war eigentlich nur der Anstieg über die ungefähr 700 Höhenmeter. Im mittleren Abschnitt gab’s ein paar mudholes, aber sonst nicht weiter anspruchsvoll. Unterwegs habe ich zu meiner Überraschung noch den Leo aus Wien getroffen. Mit ihm habe ich nie und nimmer gerechnet. Er geht diesen Abschnitt jetzt northbound, da er vor einigen Tagen umgekehrt ist. Er ist daher vorab den Abschnitt nach Wellington gelaufen.

Das ist hier gutes Wetter.

 

Schöner und einfacher Track.

 

Nicht ganz above bushline.

 

Ungemütlicher Abstieg.
Pukeatua Track siehe Schild hinter mir.

Am Ende des Tracks habe ich mich dann auf Road-Walking bis Waikanae gefasst gemacht. Aber die mehr als 48 km hätte ich nie und nimmer an einem Tag geschafft, wenn nicht ein freundlicher Kiwi angehalten hätte (da war ich aber bestimmt schon ungefähr 5 km unterwegs) und mich in die Stadt mitgenommen hätte. Ich habe anfangs zwar etwas länger überlegt, aber mich dann doch für das Fahrzeug entschieden. Waikanae war irgendwie total ausgestorben, ich wollte ursprünglich einen Burger essen und ein Bier trinken, aber daraus wurde nichts, habe kein passendes Lokal gefunden, und bin dann in einem Cafe gelandet und einen sehr guten Salat gegessen. Und 🍺 gab’s auch.

Endlich wieder richtiges Essen 🍺.

Nach dem Einkauf habe ich mich dann auf den langen Weg nach Paekakariki begeben. Der war wirklich sehr lang, anfangs schön am Waikanae River entlang. Dort habe ich von dem wieder sehr starken Wind nicht viel mitbekommen, erst als ich am Strand ankam, hat mich der Wind dann teilweise fast umgeblasen. Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich dann doch am Campingplatz angekommen. Da folgte dann der dritte Schock an diesem Tag. Aber der war nicht so schlimm und ging mir am …….. Weil es Weihnachten ist, kostet der Zeltplatz für den 24., 25. und 26. doch tatsächlich das doppelte!!!!!!! Weihnachten ist nur noch Kommerz! Ich darf zwar nicht klagen, ich habe immer noch einen Sonderpreis bekommen, da ich vier Nächte bleibe. Sozusagen ist das nun mein Stützpunkt für die Wanderungen nach Wellington.

Walkway am Waikanae River.

 

Endlich am Meer.

 

Paraparaumu Beach.

 

Ich, total fertig, Kapiti Island im Hintergrund.

Zum Abendessen gab es was richtig gutes Essen. Ein gutes Steak mit Salat und Cracker. Dazu noch eine sehr gute Flasche Syrah aus der Hawke’s Bay. Allerdings war ich nachher noch immer nicht satt. Ich habe fast die ganze Packung Cracker verdrückt. Ich bevorzuge die Cracker, die schmecken ganz gut, denn das Brot ist hier teilweise ungenießbar.

Nun sind es nur noch DREI Tage!!!!


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