Final last words vor dem Flug nach Hause am 08. Januar 2019

Final last words

– Vor dem Flug nach Hause am 08. Januar 2019 –

Some few days with Fiona and Anthony, some days trapping with Anthony (we tried, but failed because of bad weather), a fine New Years Eve and some really beautiful days exploring Wellington.

Hier möchte ich als erstes mit dem Rückblick auf die letzten Wochen auf meinem Trail beginnen. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich diesen Trip gewagt habe, obwohl nicht alles wie geplant gelaufen ist und ich auch die Route teilweise geändert und dadurch auch etwas improvisiert habe. Die Wanderung habe ich ohne (körperliche) Schäden überstanden, hatte nur einige wenige Blessuren an den Armen und Beinen, und auch der Kontakt mit dem Fels ist glimpflich ausgegangen. Ich hatte nur Ausfälle an der Kleidung (Shirts) wegen teils unwegsamen Gelände und fast undurchdringbaren Busch, ein Wanderstock ist abgebrochen, aber das Segment kann man austauschen, aber die allermeisten Probleme hatte ich mit dem (linken) Bergschuh. Diese werde ich auf alle Fälle an den Hersteller (Meindl) schicken (über den Händler) und um eine Stellungnahme bitten. Probleme hatte ich außerdem mit der Technik, ich habe es nicht fertig gebracht, Bilder von meiner Kamera auf das Smartphone zu schicken. Daher habe ich alle Fotos mit dem Smartphone gemacht und möchte mich hiermit für die teilweise schlechte Qualität entschuldigen. Und psychisch war der Trip ein voller Erfolg. Ich bin im Flugzeug eingestiegen, und die Arbeit mit den meisten anderen Problemen waren vergessen. Auf dem Trail werden viele Sachen total unwichtig. Wichtig sind dann auf einmal, einen Platz zum Übernachten zu finden, was gutes zu Essen, Wasser etc. Und ich habe mich wahnsinnig gut erholt, trotz der körperlichen Anstrengung. Ich werde auf alle Fälle in den nächsten Jahren noch mehrere längere Trails laufen, falls es meine körperliche Verfassung zulässt. Geplant habe ich bereits für 2019 eine Alpenquerung von Garmisch bis nach Südtirol oder vielleicht etwas weiter, wie es die Zeit zulässt. Und auch wieder selbst geplant und nicht auf Fernwanderwegen. Den Blog möchte ich natürlich auch weiter betreiben. Meine nächsten Vorhaben passen zwar nicht mehr zu Aotearoa, aber das spielt für mich keine Rolle. Jedoch ist Neuseeland meine zweite Heimat geworden und ich hoffe, dass ich noch öfter dieses fantastische Land besuchen kann.

Die Route habe ich im Großen und Ganzen gut geplant, leider musste ich einmal aufgrund unpassierbarem Gelände umkehren. Das Wetter war zwar nicht so toll wie erhofft, aber es gibt schlimmeres. Mit meinem Zeitplan bin ich auch ganz gut hingekommen, das Wetter kann man zum Glück nicht beeinflussen. Und wenn ich die Zeiten für die Fähre von Auckland nach Coromandel früher gecheckt hätte, wäre ich nicht so lange in Auckland aufgehalten gewesen. Als ich Auckland Mitte Oktober erreicht hatte, war eben noch keine (Hoch-) Saison. Allerdings bin ich dadurch zu einem Besuch auf Rangitoto Island gekommen. Ganz froh bin ich auch, dass ich den Trail sehr früh (Mitte September) begonnen habe, denn es ist wirklich so, dass in diesem Jahr unheimlich viele Walker auf dem Trail unterwegs sind. Was außerdem sehr toll war, dass ich zwischen Auckland und Palmerston North einem anderen Weg als dem TA gefolgt bin. Ich konnte dadurch der Masse aus dem Weg gehen, die vielen Straßenabschnitte umgehen, und bin dadurch zum Großteil auf Tracks gelaufen. Hier gilt mein spezieller Dank Fiona und Anthony, die 2017 ziemlich genau diese Strecke von Süden nach Norden gelaufen sind und einen Blog geschrieben haben. Ohne die beiden wäre ich sehr wahrscheinlich nicht auf diesen kaum begangenen Tracks gelaufen und hätte auch nicht meine ganz eigene Route nach Wellington gesucht. Aber ich hatte bereits einige Erfahrung gesammelt, denn auch auf dem TA von Bluff nach Picton bin ich abseits des TA gelaufen. Speziell in den Ruahine’s habe ich tagelang keine Menschenseele getroffen und hatte die Hütte meistens für mich alleine.

Ich empfehle allerdings KEINEM, mir auf diesem Weg zu folgen, der nicht genügend Erfahrung mit den Wanderwegen und dem Wetter in Neuseeland hat. Denn ich bin teils nur auf Routen ohne irgendwelche Markierung gelaufen, speziell in den Ruahine’s. Auch das Wetter kann sich in dieser Range wahnsinnig schnell ändern und auch darauf sollte man vorbereitet sein. Ich habe auch öfter gehört, dass immer wieder Walker den TA bereits sehr früh abbrechen, weil die Strapazen zu groß sind. Hier fehlt es nach meiner Meinung an der richtigen Vorbereitung. Es muss jedem Walker klar sein, dass sie/er einen schweren Rucksack mit Essen für mehrere Tage, einen Kocher, Zelt, Schlafsack und Kleidung tragen muss. Es muss auch immer damit gerechnet werden, nass zu werden und nasse Füße sind ganz normal bei den vielen Flüssen und Bächen, die durchquert werden müssen. Außerdem gibt es nicht jeden Tag eine Dusche und man muss auch des öfteren wild campen. Ich für meinen Teil habe mit Ausnahme im Northland das Wasser ungefiltert und unbehandelt getrunken und auch keine Probleme bekommen. Aber mein Körper ist dies vielleicht eher gewöhnt als andere, da ich auch sonst immer das Wasser direkt aus Bächen getrunken habe, allerdings nie in der Nähe von Land mit Viehhaltung.

Nach der Beendigung meines Trails in Wellington bin ich wieder nach Palmerston North zurück gekehrt. Ich hatte mit Anthony vereinbart, dass wir zusammen in die Ruahine’s gehen, um die Fallen entlang einer Ridge und runter zum Fluss überprüfen und frische Köder in die Fallen zu legen. Das war der Plan. My first volunteer work in New Zealand. But we failed. Wir sind zwar zur Longview Hut aufgestiegen, die Wettervorhersage war eigentlich in Ordnung. Aber schon bereits in der Nacht war es richtig stürmisch. Wir sind dann zwar Richtung Top Gorge Hut aufgebrochen, haben aber bereits nach sehr wenigen Metern feststellen müssen, dass der Wind auf der Ridge zu stark ist und es zu gefährlich ist, weiter zu gehen. Wir wollten dann auf einem anderen Weg zur Hütte gelangen, wäre allerdings dann zu viel Kletterei gewesen. Und Anthony hat ein bisschen Probleme mit dem Rücken. So sind wir dann schweren Herzens zum Carpark abgestiegen, was teilweise nicht sehr lustig war, denn auch hier hat der Wind an exponierten Stellen ganz schön geblasen. Also man sollte die Berge hier, obwohl nicht höher als 1500m auf keinen Fall unterschätzen! Wir sind dann etwas enttäuscht (besonders ich, da ich irgendwann mal volunteer work for DOC machen will) nach Palmerston North zurück gekehrt und haben dann abends das bereits zubereitete Chili zusammen mit Fiona gegessen. Beide sind Mitglied im RWP (Ruahine Whio Protector). Das ist eine Gruppe von Frauen und Männern, die sich dem Schutz der blue ducks (Whio) verschrieben haben. Mehr Infos unter http://www.whiowhio.nz.

Kleiner, aber feiner Shirt-Laden in Palmerston North.

 

Mit allen Mitteln wird versucht, den Schuh zu reparieren.

 

Shirt aus dem Laden – einfach ein Unikat.

 

Longview Hut.

 

Anthony beim nicht freiwilligen Abstieg.

 

Falle für Ratten und Hermeline.

In den folgenden Tagen habe ich etwas Gartenarbeit erledigt, an New Year’s Eve habe ich auf’s Haus aufgepasst, war Hüttenwart und habe für die anwesenden TA-Walker Nudeln gekocht und wir haben den Abend zusammen verbracht. Die letzten Tage hier haben wir Abends zusammen gekocht,  zusammen gesessen, haben uns über alles mögliche wie Familie, Weltpolitik, Umweltprobleme usw. unterhalten. Ich hoffe, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben und uns hoffentlich irgendwann wiedersehen.

New Year with TA-walker.

Meine letzten Tage habe ich geplant, in Wellington zu verbringen. Ganz luxuriös für mich, in einem Einzelzimmer in der Jugendherberge. Als ich angekommen bin, habe ich erst die Gegend um die Jugendherberge erkundet. Den nächsten Tag habe ich mir vormittags die Weta Cave angesehen. Sehr interessant, für wie viele Filme dieser Laden in den letzten 20 Jahren zugearbeitet hat. Am Nachmittag habe ich es sogar noch geschafft, einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen. Bin nicht der Typ hierzu, aber hier in Wellington liegt alles eng beieinander und in die nächste Kneipe ist es auch nicht weit. Das Buch, welches ich wollte, habe ich doch tatsächlich auch bekommen. Den darauffolgenden Tag habe ich mir das Zealandia vorgenommen. Zealandia ist unbedingt empfehlenswert. Ich habe einen langen Spaziergang unternommen, viele Vogelarten gesehen und teils auch fotografiert. Dies allerdings mit der Kamera, also nur wenige Bilder für den Blog und das noch in schlechter Qualität. Und hier habe ich wieder festgestellt, dass Neuseeland ein kleines Land ist und daher immer wieder die gleichen Menschen trifft, in diesem Fall den Niederländer, neben dem ich im Bus von Palmerston North nach Wellington zeitweise saß. An meinem letzten ganzen Tag habe ich mir das Te Papa Museum vorgenommen. Das Wetter war passenderweise nicht ganz so gut. Hier habe ich längere Zeit in der Ausstellung über den ersten Weltkrieg verbracht, eigentlich wurde speziell nur die Schlacht von Gallipoli mit einzelnen Schicksalen ausgestellt. Ich hoffe dass die Menschheit endlich fähig ist in Frieden zusammen zu leben, denn es war schlimm, zu sehen, wie tausende Menschen einen total sinnlosen Tod sterben mussten. Aber wenn man sieht, wie viele Chaoten derzeit auch in westlichen Ländern an der Macht sind, muss ich mich hier als pessimistisch erweisen. Im Museum findet derzeit auch eine Ausstellung mit chinesischen Terrakotta Krieger statt und ständig natürlich die Geschichte von Aotearoa. Ebenfalls empfehlenswert. Ich war fast den ganzen Tag nur mit Unterbrechung für ein Lunch im Museum. Danach habe ich mich ans Packen gemacht und mich auf den Rückflug vorbereitet. Die letzten Zeilen schreibe ich nun am Flughafen und wenn alles wie geplant läuft, wird meine Tochter diesen Beitrag pünktlich zu meiner Ankunft in München Posten.

Notausgang.

 

Ein grimmiger Troll.

 

Smeagol.

 

Bilbo’s sword Sting.

 

Die sonst so belebte Cuba Street am Sonntag Morgen.

 

Wellington City Market every Sunday.

 

Weta-Cave – ganz unscheinbar in Miramar.

 

Habe ich gekauft gegen Fernweh, oder besser für zukünftige Projekte.

 

Zealandia – Besuch unbedingt empfehlenswert.

 

Zaun rings um den Park.

 

Kākā.

 

Tuatara.

 

Wellington kann auch gutes Wetter, aber es war sehr windig.

 

Vor Te Papa.

 

Gandalf und Gwaihir am Wellington Airport.

Ich wünsche allen meinen Lesern eine tolle Zeit, vielleicht wird der eine oder andere auch eine längere Reise planen, denjenigen wünsche ich viel Spaß bei der Planung und natürlich bei der Durchführung.


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